
|
|
Sehenswürdigkeiten in Rastatt |
![]() | |
Sehenswürdigkeiten in RastattÜbersicht Schloss FavoriteDas Schloss feiert in diesem Jahr sein 300-jähriges Jubiläum. Im Jahr 1710 wurde es für die Witwe des Markgrafen Franziska Sybilla Augusta als Lust- und Jagdschloss erbaut. Die Baupläne stammen von Johann Ludwig Rohrer, der die Fassade zum Beispiel aufwendig mit Kiesel der nahen Murg verputzen ließ. Besucher können heute über die verschwenderische barocke Pracht der Ausstattung nur staunen. Zu den Kunstschätzen des Schlosses gehört die Porzellansammlung der Markgräfin, Ton- und Steingutgeschirr sowie wertvolle böhmische Gläser. Sybilla Augusta liebte die Kunst. Das weiße Gold aus Meißen hatte es ihr angetan, die Sammlung entstand aus dem Erbe ihres Vaters, erweitert wurde sie durch eigene Erwerbungen und der Beute aus den Türkenfeldzügen ihres Mannes. Im Spiegelkabinett sind sehenswerte Kostümbilder ausgestellt. Sie zeigen Sybilla Augusta, ihren Mann Ludwig Wilhelm und ihre Söhne in den verschiedensten Verkleidungen. Dies gehörte damals zur Abendunterhaltung. Wer diese ursprünglich 70 Gemälde fertiggestellt hat, ist nicht ganz sicher. Sie zeigen jedoch den Hang zur Selbstdarstellung und der Liebe zum Exotischen der damaligen Zeit. Exotisches und Exklusives wie prächtige Stuck- und Freskendecken, seltenes Mobiliar findet sich im ganzen Schloss. Das Schloss hat drei Flügel und über eine Freitreppe gelangt man in die Beletage, die in zwei Appartements mit Paraderäumen und Kabinetten führt. Ein weiterer Höhepunkt ist die Schauküche der Markgräfin, die sie gelegentlich auch persönlich ihren Gästen präsentierte. Hier stehen Fayencen, Kupfer- und Steingutgeschirr der markgräflichen Sammlung bereit. Die Schauküche diente lediglich der Repräsentation und der Selbstdarstellung, gearbeitet wurde hier nicht. Ein schöner Landschaftsgarten englischen Stils mit einem See, einer Orangerie und einer Eremitage rundet da Anwesen ab. FreiheitsmuseumIm Juni 1974 wurde das Freiheitsmuseum, das vollständig und korrekt „Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte“ heißt, im Rastatter Schloss eröffnet. Die Außenstelle des Bundesarchivs entstand auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Hier wird auch der Gustav-Heinemann-Bürgerpreis verliehen. Dabei werden Menschen ausgezeichnet, die sich politisch und eigenverantwortlich im Land engagieren. Bekannte Preisträger waren unter anderem Egon Bahr und Regine Hildebrandt. Somit ist die Ausstellung nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich historisch und symbolträchtig. Hier wurden während der Badischen Revolution 1848/49 Sitzungen des Revolutionsrates abgehalten und später die Urteile über die besiegten Revolutionäre vollstreckt. Zwar nimmt die Badische Revolution einen wichtigen Teil der Ausstellung ein, aber zahlreiche weitere Freiheitsbewegungen und Revolutionen der deutschen Geschichte werden anschaulich und unterhaltsam dargestellt. Die hervorragende Dauerausstellung wird immer wieder durch interessante Sonderschauen ergänzt. Ton- und Filmaufnahmen und wertvolle Archivalien wie Dokumente und Bilder vermitteln den Besuchern einen ganz besonderen Eindruck vom oft mutigen und schweren Kampf für Freiheit und Demokratie, die für uns heute selbstverständlich sind. So spielen auch die Bauernkriege im 16. Jahrhundert, der Nationalsozialismus, die Emanzipation der Frauen, die soziale Frage oder auch die ehemalige DDR und deren Ende eine Rolle. Daneben werden auch die Industrielle Revolution oder die Französische Revolution und viele weitere spannende Themen behandelt. Außerdem wird hier ein umfangreiches pädagogisches Angebot für Schüler und Studenten angeboten, etwa spezielle Führungen. Schloss RastattDas Rastatter Schloss befindet sich in der gleichnamigen Stadt Rastatt. Das um 1700 unter der Führung von Wilhelm von Baden erbaute Schloss und der dazugehörige Garten, dienten als Residenz für die Markgrafen von Baden. Es wurde im barocken Stil erbaut. Nachdem es Anfang des 18. Jahrhunderts grundlegend Aus- und Umgebaut wurde, wurde es im 19. Jahrhundert als Festungskommandantur genutzt. Im Inneren des Baus kann man die beeindruckenden Säle mit den zahlreichen Stuckaturen bewundern. Hierbei ist der wohl schönste Saal der Ahnensaal. In diesem Saal kann man neben den vielen Ahnenbildern auch Bilder von gefangenen Osmanen sehen. Die Bilder der Osmanen wurden aufgehängt, um den Besuchern zu zeigen, wie erfolgreich der Markgraf als Feldherr war, indem er Europa vor ihnen bewahrte. Von Saal zu Saal wurden die Decken und Wände aufwendiger und pompöser gestaltet. Heute findet man im Schloss das Wehrgeschichtliche Museum und das Amtsgericht von Rastatt. Im Museum kann man eine Sammlung an Waffen vom Mittelalter bis hin zum zweiten Weltkrieg besichtigen. Ebenfalls zu sehen ist die umfangreiche Sammlung an Uniformen. 1974 wurde hier eine Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegung in der deutschen Geschichte eröffnet. Hier kann man sich vom Mittelalter ausgehend über alle bedeutenden Freiheitskämpfe informieren. Das Schloss ist das gesamte Jahr über geöffnet und begehbar. Es finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Neben den Sonderführungen gibt es auch immer wieder Sonderausstellungen. Ein Highlight ist auch das Heiraten auf dem Schloss. Weitere Informationen zum Schloss und den Veranstaltungen, sowie den Öffnungszeiten erfährt man auf der gut gestalteten Homepage. | |
Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Rastatt
Bundesland:
Baden-Württemberg
Regierungsbezirk:
Karlsruhe
Landkreis:
Rastatt
Höhe:
123 m ü. NN
Fläche:
59,02 km²
Einwohner:
47.413
Autokennzeichen:
RA
Vorwahl:
07222, 07229
Gemeinde-
schlüssel:
08 2 16 043
